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Traditionen - Visionen
44. Deutscher Historikertag in Halle an der Saale
vom 10. bis 13. September 2002
Historiker * 10.4.1838 Berlin, 11.11.1908 Halle.
Der Sohn des bekannteren Historikers Johann Gustav Droysen studierte
zunächst in Jena und Berlin Jura und seit 1860 Philosophie
und Geschichte in Göttingen, wo er 1862 promoviert wurde. Nach der
Habilitation 1864 in Halle und einer außerordentlichen Professur
in Göttingen wurde er 1872 als Ordinarius nach Halle berufen, wo
er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1902 die Neuere Geschichte
vertrat. Droysens Hauptinteressengebiet war der Dreißigjährige
Krieg. 1869/ erschien die Biographie Gustav Adolfs, 1877 eine Quellenedition
von Schriftstücken des Schwedenkönigs, 1885 eine zweite große
Biographie über Bernhard von Weimar. Seit 1874 gab er die Halleschen
Abhandlungen zur neueren Geschichte heraus; 1893 legte er eine Geschichte
der Gegenreformation vor. Darüber hinaus lag Droysens wissenschaftliche
Bedeutung in der Öffnung der Geschichtswissenschaft zu den Nachbardisziplinen,
als Herausgeber des Historischen Handatlas' (1896) wie als Leiter des
Kupferstichkabinetts der Universität seit 1884. Postum erschien 1910
der erste Band einer Biographie seines Vaters, dem er sich in seinen letzten
Lebensjahren mehr und mehr zugewandt hatte. (M.M.)
Literatur: NDB, Mitteldt. Lebensbilder
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