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Traditionen - Visionen
44. Deutscher Historikertag in Halle an der Saale
vom 10. bis 13. September 2002
Germanist, Historiker. * 6.1.1865 Magdeburg, †15.9.1945 Nietleben bei Halle.
Geboren als Siegmar Schultze, 1904 von Baron Arthur von Galéra adoptiert.
Schultze studierte Geschichte, Germanistik, alte Sprachen und Rechtswissenschaft
und wurde 1887 in Halle zum Dr. phil. promoviert. Danach war er in Halle als
Lehrer tätig. 1892 habilitierte er sich für Germanistik und wandte sich nach
wenig erfolgreicher wissenschaftlicher Tätigkeit in seinem eigentlichen Fach der
Heimatgeschichte zu. 1932 stellte er die Vorlesungstätigkeit ein und wurde 1937
formal von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. 1943 wurde seine Dozentur
wegen "nichtarischer Abstammung" für "erloschen" erklärt. Gelegentlich wird
Siegmar von Galéra mit seinem Sohn Karl Siegmar, einem nationalsozialistischen
Bestsellerautor, verwechselt. (H.E.)
Literatur
H. Eberle, Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus
1933-1945, Halle 2002, S. 370.
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