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Historiker. * 17.10 1873 Heidelberg, + 27. 6. 1946 Halle/Saale.
Nach dem Studium in Straßburg bei Harry Bresslau wurde Holtzmann 1897
Mitarbeiter an den Monumenta Germaniae Historica. An seiner Heimatuniversität
habilitierte er sich 1902 mit einem frühneuzeitlichen Werk über Kaiser
Maximilian II. bis zu seiner Thronbesteigung 1527-1564, mußte aber bis 1913
warten, ehe es ihm gelang, den Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte an der
Universität Gießen zu erlangen. 1914 bis 1916 kämpfte er, der Autor einer
Französischen Verfassungsgeschichte (1910), an der Westfront, wo er 1916 schwer
verwundet wurde. Anschließend führte seine Karriere innerhalb der preußischen
Universitätshierarchie stetig bergauf: über Breslau 1916 nach Halle 1923 und
schließlich 1930 auf den Berliner Gipfel. Hier wurde er 1939 emeritiert.
Holtzmann gehört nach seiner Ausbildung zur großen
quellenkritisch-hilfswissenschaftlichen Richtung der deutschen Mediävistik. Neu
heraus gab er Wilhelm Wattenbachs Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter
(1938/9). Auch über den Kreis der Mediävisten hinaus bekannt geworden ist er
durch seine Geschichte der deutschen Kaiserzeit 900-1024 (1941), die noch lange
nach dem Krieg als Standardwerk galt. Seinen Anstrengungen war es zu verdanken,
daß der 17. deutsche Historikertag 1930 in Halle stattfand. (St.S.)
Literatur
DBE
NDB
Walter Holtzmann, Robert Holtzmann, in: ZSRG.GA 65 (1947), S. 482-484.
Hallische Historiker
Geschichtswissenschaft in Halle (1918 - 1933)
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URL: www.historikertag2002.uni-halle.de
/halle_geschichte/holtzmann.shtml
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17.05.2012
, webmaster@historikertag2002.uni-halle.de
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