Geschichtswissenschaft in Halle

Koenen, Bernhard

Jurist. * 17.2.1889 Hamburg, 30.4.1964 Berlin
Koenen lernte Schlosser und Dreher und trat 1907 in die SPD, 1917 in die USPD und schließlich 12920 in die KPD ein. Nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg war er von 1922-1933 er Mitglied des sächsischen Provinziallandtages und von 1924-1929 preußischer Staatsrat. Die Jahre 1933-1945 verbrachte er im Exil in der UdSSR, wo er von 1937-1939 inhaftiert war. Ab 1942 gehörte Koenen dem ZK der KPD an und war 1945/46 Mitbegründer der KPD/SED. 1946-1952 MdL und Fraktionsvorsitzender der SED in Sachsen-Anhalt, 1952/53 und 1958-1963 Erster Sekretär der SED-Bezirksleitung in Halle, 1953-1958 Botschafter der DDR in Prag, 1960-1964 Mitglied des Staatsrat. Neben seiner politischen Tätigkeit war Koenen als Journalist und Lehrer tätig, was ihn wohl zum nichtwissenschaftlichen Dozenten an der MLU geeignet scheinen ließ. (J.W.)

Literatur
Wer war wer in der DDR, 2000.

Hallische Historiker
Geschichtswissenschaft in Halle (1945-1989)